DataCore SANsymphony – technische Daten

Technische Spezifikationen und ein detaillierter Blick auf die Produkteigenschaften.
Produktdetails
Anbieter DataCore Software Corporation
Produktart Software-Defined Storage-Plattform
Marktbereich Mittlere und größere IT-Umgebungen sowie Cloud-Speicherinfrastrukturen
Produkt SANsymphony Software-Defined Storage Plattform
Beschreibung Die SANsymphony Software von DataCore fasst isolierte Speichergeräte, die sich manchmal sogar an verschiedenen Standorten befinden, zu einem Satz gemeinsamer unternehmensweiter Services zusammen. Ihre gesamten Ressourcen werden gebündelt und zentral und einheitlich verwaltet – trotz der Unterschiede und Inkompatibilitäten zwischen Herstellern, Modellen und Generationen der eingesetzten Geräte.
Aktuelle Version / veröffentlicht am 10 PSP 10, Jan 2020
Updates Für Kunden mit jährlichem Wartungsvertrag als Download verfügbar
Lieferart Herunterladbares CD-Image mit kontextbezogenen Hilfedateien
Lizenzierung Verwaltete Speicherkapazität, verschiedene Ausgaben
Unterstützte Umgebungen
Hauptmerkmale Geräteunabhängiges synchrones Spiegeln, asynchrone dezentrale Replikation, Continuous Data Protection (CDP), Online Snapshots/Backups,  High Speed Caching, Random Write Accelerator, Auto-Tiering, QoS, Storage Pooling, unterbrechungsfreie Festplattenmigration, Thin Provisioning, Deduplizierung, Cloud Integration, einheitlicher NAS/SAN-Speicher, zentrale Verwaltung, Analyse und Reporting
Host-Konnektivität Fibre Channel (bis 64 Gbps), iSCSI (bis 100 Gbps) und Fibre Channel über Ethernet (FCoE) über Verbindung zum FCoE Switch.
Zugriffsmethode Blockweiser Plattenzugriff über physisches oder virtuelles SAN. Der Zugriff auf das Dateisystem erfolgt über NFS- bzw. SMB-Protokolle (CIFS) vom darunterliegenden Windows-Server-Betriebssystem. Um die Anforderungen an hohe Verfügbarkeit und einheitlichen Speicher (SAN/NAS) zu erfüllen, können die beiden Zugriffsmethoden kombiniert werden.
Unterstützte Host-Umgebungen Rechnersysteme sowie physische und virtuelle Desktop-Rechner mit gängigen Windows-Betriebssystemen (wie Windows Server 2019, 2016, 2012, 2012 R2, Windows 10, 8, 7), UNIX, HP-UX, Sun Solaris, IBM AIX, RedHat Linux, Suse Linux. Ebenfalls unterstützt werden virtuelle Maschinen, die unter VMware vSphere ESXi, Microsoft Hyper-V, Citrix XenServer, Linux KVM und anderen Server-Hypervisoren ausgeführt werden.
Unterstützte Speicher An Knoten von DataCore lassen sich beliebige interne und externe Laufwerke, externe Platteneinheiten, JBOD-Systeme, SSD-Festplatten, Flash-Speicher-Geräte und intelligente Speichersysteme anschließen, die von Windows Server 2012, 2012 R2, 2016 sowie 2019 unterstützt werden. Es kann sich dabei um interne, direkt angeschlossene oder über ein SAN eingebundene Laufwerke handeln. Die Speicherung in der Cloud wird mittels Cloud Gateways unterstützt.
Unterstützte Speicherschnittstellen Alle Festplattenschnittstellen, die von Windows Server 2012, 2012 R2, 2016 sowie 2019 unterstützt werden (einschließlich SAS, SATA, iSCSI und Fibre Channel)
Unterstützte SAN-Switche Alle gängigen iSCSI- und Glasfaser-Switche werden unterstützt.
Netzwerkschnittstellen Gängige IP-Netzwerkschnittstellen für die Kommunikation zwischen Knoten, den Konsolenzugriff sowie die asynchrone dezentrale Replikation zwischen Knoten. Gängige IP-LAN-Verbindungen für File Sharing (NAS).
Plattform
Betriebsumgebung SANsymphony wird auf gängigen Windows Server-Plattformen (2019, 2016 2012 oder 2012 R2) installiert. Es kann sich hierbei um physische oder virtuelle Server handeln.
Betriebssystemvoraussetzungen Windows Server 2019, Windows Server 2016, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2
Prozessoren Gängige Intel-/AMD-CPUs (x86–64)
Erforderlicher Arbeitsspeicher (Min.) 8 GB RAM
Cache Bis zu 8 TB Prozessorspeicher (RAM) pro Knoten können als High-Speed Cache verwendet werden.
Speicherkapazität Je nach Modell bis zu 1 Petabyte pro Knoten
Max. Anzahl Knoten pro zentral verwalteter Gruppe 64 Knoten pro Gruppe. Über eine zentrale DataCore Konsole lassen sich mehrere Gruppen verwalten.
Performance
IOPS pro Knoten Abhängig von der Konfiguration der zugrunde liegenden Hardware-Plattform (siehe SPC-1-Ergebnisse)
Bandbreite pro Knoten Abhängig von der Konfiguration der zugrunde liegenden Hardware-Plattform
Max. Anzahl virtueller Festplatten Zwar gibt es eine prinzipielle Begrenzung bei der möglichen Anzahl virtueller Laufwerke je SANsymphony-Knoten, diese wird jedoch durch die Größe der einzelnen virtuellen Festplatten und die Leistungsanforderung für den jeweiligen SANsymphony-Knoten festgelegt.
Min. Größe des virtuellen Laufwerks (GB) 0.001 GB
Max. Größe des virtuellen Laufwerks (GB) 1 Petabyte = 1024 TB
Max. Anzahl physischer Laufwerke Die maximale Anzahl physischer Laufwerke ist von der Hardware des Speicher-Subsystems abhängig.
Max. Größe physischer Laufwerke 1 Petabyte
Max. Anzahl Host-Initiatoren Ein einzelner SANsymphony-Knoten kann – abhängig von der Anzahl der Steckplätze auf dem Mainboard – mehrere Multi-Port-Glasfaser-HBAs (FC) oder iSCSI-Netzwerkkarten enthalten, die wiederum mit mehreren Hosts verbunden werden.

Produktfunktionen

Snapshots / Backups (differenzielle und vollständige Klone)

SANsymphony unterstützt sofortige Point-in-Time-Snapshots in Verbindung mit Voll-Backups. Snapshots können in regelmäßigen Abständen auf einen späteren Zeitpunkt aktualisiert werden, wobei nur die Blöcke kopiert werden, die sich nach dem letzten Snapshot geändert haben. Sie können Snapshots auch dazu verwenden, das Quelllaufwerk mithilfe der Quellenaktualisierung wiederherzustellen. Snapshots sind beschreib- und lesbar. SANsymphony verwendet COFW-Verfahren (Copy-on-First-Write) sowie Thin Provisioning, um den von inkrementellen Snapshots belegten Speicherplatz maßgeblich zu verkleinern. Die Snapshot-Funktion steht auf Anforderung unmittelbar zur Verfügung und kann durch VSS-kompatible Anwendungen, VMware vCenter sowie durch PowerShell-Skripte ausgelöst werden. DataCore Software arbeitet mit beliebten Backup-Produkten von Drittanbietern einschließlich CommVault zusammen, um den durchgängigen Datenschutz zu vereinfachen und eine schnelle und differenzierte Wiederherstellung von Daten zu gewährleisten.

Continuous Data Protection (CDP)

Continuous Data Protection kann für virtuelle Festplatten ausgewählt werden, um den Status dieser Festplatten auf den Zustand vor einer unerwünschten Veränderung (z. B. durch Ransomware, Benutzerfehler, Viren oder Datenbankbeschädigungen) wiederherzustellen. Jedes Update der virtuellen Disks wird von der Software mit einem Zeitstempel versehen und in einem Ringpuffer protokolliert, der maximal die letzten 14 Tage abdeckt (abhängig von den Konfigurationsparametern und dem verfügbaren Plattenspeicher). Der Status der virtuellen Disks kann später auf jeden gewünschten Zeitpunkt innerhalb dieser 14 Tage wiederhergestellt werden.

RAID-Stufen

SANsymphony unterstützt die Spiegelung und Verteilung virtueller Laufwerke auf mehrere physische Laufwerke hinter jedem DataCore-Knoten. Die Software ist zudem in der Lage, den RAID-Schutz auf nachgeschaltete RAID-Subsysteme und Festplatten-Controller auszulagern.

Hohe Verfügbarkeit

DataCore bietet eine unternehmenstaugliche, hochverfügbare Speicherlösung, die automatisch, kontinuierlich und ohne Ausfallzeit arbeitet. So wird verhindert, dass entscheidende Informationsströme durch Ausfälle von Geräten oder Standorten unterbrochen werden. Die langfristig kostensparenden Innovationen der Software haben sich weltweit bei mehr als 30.000 Implementierungen bewährt. Sie ermöglichen simultane Zugriffe auf aktive Kopien, die zwischen physisch getrennten Standorten gespiegelt wurden, und machen die Software so zum Kernstück der Geschäftskontinuität.

Synchrone Spiegelung

Mittels DataCore können Anwendungs- bzw. Server-Cluster in Campus- und Metro-Konfigurationen (Stretch Cluster) Daten kontinuierlich abrufen und aktualisieren, selbst wenn ein kompletter Standort ausfällt. Im Unterschied zu den Produkten von Mitbewerbern sind weder manuelle Eingriffe noch manuelle Skripte für eine Funktionsübernahme, eine Resynchronisation oder eine Wiederherstellung nach einem Ausfall erforderlich: Alles läuft automatisch ab. Wie uns Kunden berichtet haben, konnte hierdurch die geplante und ungeplante Ausfallzeit von Speichersystemen um 100 % verringert werden; bei manchen Kunden sogar seit über acht Jahren. Die Software führt eine synchrone Spiegelung virtueller Festplatten auf zwei DataCore-Knoten durch. Örtliche Trennungen über Entfernungen bis zu 100 Kilometer werden üblicherweise durch den Einsatz optischer Glasfaserstrecken mit hoher Übertragungsleistung in Metro-Netzwerken (MANs) erzielt. In Anwendungsfällen, in denen die Latenzzeit eher zweitrangig ist, können sogar noch größere Entfernungen erzielt werden. Durch unterschiedlich geroutete, redundante Spiegelungsverbindungen zwischen einzelnen Knoten werden einzelne Ausfallpunkte sicher eliminiert.

Asynchrone dezentrale Replikation

SANsymphony unterstützt asynchrone dezentrale Replikation über konventionelle LANs sowie WANs, wobei gängige TCP-/IP-Protokolle verwendet werden. Datenübertragungen werden automatisch komprimiert, um die Anforderungen an die Bandbreite gering zu halten. Mithilfe von sicheren, verschlüsselten Verbindungen wie VPNs sowie gebündelten oder zusammengefassten Multilink-Schaltungen kann bei Übertragungen zwischen Standorten der Datenschutz verbessert und die Übertragungsgeschwindigkeit optimiert werden. Standorte, an denen eine Wiederherstellung nach einem Katastrophenfall erforderlich ist, können entweder über Netzwerkverbindungen wiederhergestellt werden oder dadurch, dass virtuelle Festplatten am primären Standort auf transportable Medien kopiert und an den entfernten Standort geschickt werden. Die Replikation von Daten funktioniert in zwei Richtungen. Folgende Topologien werden unterstützt: Einer-zu-Vielen, Viele-zu-Einem sowie Viele-zu-Vielen. (Hinweis: Eine einzelne virtuelle Disk kann nicht an mehr als einen dezentralen Knoten repliziert werden.)

Multi-Pathing Support (Linux)

SANsymphony unterstützt Multipfad-Treiber für unterschiedliche Linux-Versionen bzw. Betriebssysteme.

Multi-Pathing Support (Windows)

DataCore MPIO unterstützt die automatische Funktionsübernahme und Ausfallwiederherstellung zwischen primären und alternativen Pfaden. Die Funktionsübernahme und Ausfallwiederherstellung zwischen Fibre-Channel- und iSCSI-Schnittstellen innerhalb eines einzelnen Hosts wird ebenfalls unterstützt.

Multi-Pathing Support (VMware)

SANsymphony unterstützt unterschiedliche Versionen von VMware ESXi, bei denen verschiedene Richtlinien zur Pfadauswahl (ALUA) angewendet werden (wie Round Robin und „Zuletzt verwendet“).

Max. Anzahl verwendeter SAN-Ports

Diese ist von der Anzahl der SANsymphony-Knoten innerhalb der SAN-Zone abhängig.

Erwägungen zum strukturellen Aufbau

SANsymphony benötigt zwei unterschiedliche strukturelle Zonen: die Speicherzone und die Client-Zone. Falls für Speicher und Hosts unterschiedliche Switches verwendet werden, ist die Einteilung in Zonen jedoch bei keinem der Switches erforderlich.

Zonen pro Host

Da die DataCore Software keine LUN-Maskierung durchführt, können alle Hosts in einer einzelnen Zone koexistieren. DataCore empfiehlt jedoch das bewährte Verfahren, eine Zone für jedes unterschiedliche Betriebssystem zu erstellen, um Windows Server von Servern mit Linux und sonstigen Betriebssystem zu trennen.

Lastverteilung

Durch die Verteilung virtueller Festplatten über mehrere Ports wird eine explizite Lastverteilung erreicht. Innerhalb eines Gerätes können mehrere Back-End-Kanäle einzelnen LUNs zugeordnet werden. Fällt ein einzelner Back-End-Kanal aus, werden alle LUN-I/O-Vorgänge von den verbleibenden Back-End-Kanälen übernommen. Eine weitere Lastverteilung wird dadurch erzielt, dass die Last auf mehrere Festplatten derselben Stufe innerhalb eines Pools verteilt wird. SANsymphony sucht in regelmäßigen Abständen nach Geräten, die im Vergleich zu den anderen Festplatten des Pools eine außergewöhnlich hohe Aktivität aufweisen (sog. Hot Spots). Dann findet eine automatische Feinabstimmung des Pools statt, indem Plattenblöcke auf weniger aktive Festplatten verschoben werden.

Unterbrechungsfreie Upgrades

Der ununterbrochene Zugriff auf Daten lässt sich über redundante, paarweise verbundene SANsymphony-Knoten konfigurieren, die jeden einzelnen Ausfallpunkt verhindern. Durch eine solch innovative und kostenbewusste Architektur wird sichergestellt, dass trotz Ausfall einzelner Komponenten Verpflichtungen aus Dienstleistungsvereinbarungen weiter eingehalten werden können. Im Wesentlichen werden hierbei die mit einem (geplanten oder unerwarteten) Ausfall verbundenen I/O-Aufgaben in Echtzeit auf die verbleibenden Speicherressourcen verteilt, die über SANsymphony verwaltet werden. Hosts nutzen automatisch alternative Pfade zum anderen ausgeführten SANsymphony-Knoten mit der gespiegelten Kopie, um eine nahtlose Verfügbarkeit zu gewährleisten. Wenn Sie einen SANsymphony-Knoten für längere Zeit abschalten, kann die Steuerung der gemeinsam genutzten Back-End-Speicherressourcen dieses Knotens auf einen Standby-Knoten übertragen werden, ohne Anwendungen zu unterbrechen. Der Standby-Knoten übernimmt die Aufgaben des derzeit gewarteten Knotens, um weiterhin aktiv gespiegelte Kopien der Daten für hohe Verfügbarkeit bereitzuhalten. Zudem stellt der Standby-Knoten sicher, dass Gesamtdurchsatz und Reaktionsfähigkeit des Systems erhalten bleiben.

Hinzufügen & Entfernen von Festplatten im Online-Betrieb

Zur Erweiterung der Konfiguration können SANsymphony-Knoten im laufenden Betrieb um zusätzliche Festplatten erweitert werden, und zwar ohne jegliche Ausfallzeit. Falls bei der Verwendung von über Thin Provisioning bereitgestellten Laufwerken zusätzlicher Speicher benötigt wird, lässt sich die Größe des Pools erhöhen, ohne dass ein Host oder eine dem jeweiligen Host angezeigte virtuelle Festplatte davon beeinflusst wird. Es ist ebenfalls möglich, Festplatten unterbrechungsfrei aus einem Pool zu entfernen. Wählen Sie einfach das Laufwerk aus, das außer Betrieb genommen werden soll. SANsymphony verteilt die entsprechenden Blöcke dann auf die verbleibenden Laufwerke im Pool. Nach Migration der Blöcke kann das physische Laufwerk dann entfernt werden.

LUN-Sicherheit & -Maskierung

SANsymphony verwendet keine Funktionen zur LUN-Maskierung. Alle an einen Knoten angeschlossenen FC- oder iSCSI-Ports werden automatisch ermittelt. Sobald die WWN-Adresse eines FC-Ports oder der IQN-Name eines iSCSI-Ports ermittelt wurden und die Registrierung eines Hosts erfolgt ist, kann der entsprechende Port von der virtuellen Festplatte verwendet werden. Nur diejenigen Hosts, denen expliziter Zugriff auf eine virtuelle Festplatte gewährt wurde, können das Vorhandensein des Laufwerks erkennen. Andere Hosts können es nicht erkennen.

Virtuelle/physische Wechselbeziehung (Fehlerbehebung)

Innerhalb von SANsymphony ist es möglich, eine virtuelle Festplatte aus mehreren physischen Ressourcen (Speicherbausteinen) zu erzeugen. SANsymphony liefert genaue Informationen darüber, aus welchem physischen Pool die jeweilige virtuelle Festplatte erzeugt wurde und welche Ports verwendet werden, um die Festplatten den Hosts anzuzeigen.

Automated Storage Tiering

Sub-LUN-Migration: Hierbei werden Gruppen mit den am häufigsten verwendeten Plattenblöcken (sog. Chunks) dynamisch auf die schnellsten Speicherklassen hochgestuft, selten verwendete Blöcke hingegen auf preiswerte, langsamere Stufen zurückgestuft. Der Administrator kann Präferenzen für einzelne Stufen festlegen und die Datenmigration für besondere Gegebenheiten überschreiben. Es können bis zu 15 Ebenen festgelegt werden, um so Geräte auseinanderhalten zu können, die sich hinsichtlich Preis, Leistung und Kapazitätsmerkmalen unterscheiden. Auf jeder Ebene werden mehrere Geräte unterstützt.

Thin Provisioning

Es ist nicht länger erforderlich, darüber zu spekulieren, wie viel Festplatten-Speicherplatz Sie einer Anwendung zuordnen sollten. Sie können bis zu 1 PB an virtuellen Festplatten einrichten. SANsymphony übernimmt dann bei wachsendem physischem Speicherbedarf die Zuweisung des tatsächlichen Speicherplatzes.

Deduplikation und Kompression

Deduplizierung und Komprimierung nach der Verarbeitung können für spezifische virtuelle Disk-Pools separat aktiviert werden. Diese Vorgänge verringern den für die Datenspeicherung benötigten Platz, indem doppelte Blöcke eliminiert werden und das einzelne Bild nach Möglichkeit komprimiert wird.

Schnelles Caching

Innerhalb der jeweiligen Server, auf denen SANsymphony installiert wurde (DataCore-Knoten), ordnet die Software konfigurierbare Mengen des Arbeitsspeichers (RAM) einem Speicher-Cache mit schnellem Zugriff zu. Die in SANsymphony implementierten fortschrittlichen Caching-Funktionen verbessern die Antwortzeiten, die sich ergeben, wenn mehrere Anwendungsserver gleichzeitig lesend und schreibend auf virtuelle SAN-Laufwerke zugreifen. Diese Leistungsverbesserungen lassen sich kostengünstig realisieren und profitieren von den preiswerten Speicherbausteinen kommerzieller Prozessorplattformen, mit denen SANsymphony kompatibel ist. Der Cache von SANsymphony entspricht weitgehend dem, der in modernen, hochwertigen Speicher-Subsystemen zu finden ist. Im Unterschied zu diesen verteilt er sich aber auf mehrere Speichergeräte.

Der Cache ist zwischen dem Betriebssystem auf dem Anwendungsserver und dem physischen Speicher angesiedelt. Analog zum Cache in Speicher-Subsystemen stellt er die nachstehend genannten Caching-Dienste bereit:

  • Vorauslesen: Wenn die Anforderung für einen Block erfüllt ist, lädt SANsymphony angrenzende Blöcke automatisch in den Cache. Dies funktioniert nach dem Prinzip, dass wenn „Block X“ angefordert wurde, „Block X+1“ und „Block X+2“ höchstwahrscheinlich kurz danach angefordert werden.
  • Verzögertes Schreiben: Sofern SANsymphony nicht eindeutig so konfiguriert wird, dass Schreibzugriffe nicht in den Cache geladen werden, antwortet das Programm mit „I/O-Vorgang vollständig“, wenn eine Anforderung in den Cache geladen und an einen anderen Knoten gespiegelt wird (stabiler Speicher mit mehreren Empfängern). Die im Cache vorhandene Anfrage wird dann zu einem geeigneten Zeitpunkt ausgelagert.
  • Schreibzusammenführung: Dass Schreibzugriffe normalerweise nicht sofort auf ein Laufwerk ausgelagert werden, hängt unter anderem damit zusammen, dass SANsymphony so die Möglichkeit hat, die Abfolge von Schreibzugriffen besser zu organisieren und Schreibzugriffe von benachbarten Blöcken bei Auslastung der physischen Laufwerke in einem einzelnen Vorgang zu bündeln.

Die von SANsymphony bereitgestellte Beschleunigung von Caching-Funktionen wird auf die Speichergeräte sämtlicher Hersteller angewendet, die im SAN konfiguriert wurden. Die durch SANsymphony implementierten Caching-Strategien wurden gründlich getestet und haben sich auf Generationen von Hardware-basierten Speicher-Controllern und JBOD-Systemen als praxistauglich bewährt.

Random Write Accelerator

Wählt man für virtuelle Festplatten das sequenzielle Speichern (Random Write Accelerator) aus, führt dies zu einer deutlichen Leistungssteigerung bei Verarbeitungsprozessen mit vielen zufälligen Schreibzugriffen, wie sie bei häufig aktualisierten Datenbanken oder ERP- und OLTP-Systemen vorkommen. Die Technik nutzt zusätzliche Kapazität, um die Datenübertragung zu beschleunigen.

Quality of Service (QoS)

QoS-Parameter können für einzelne Hosts oder Host-Gruppen sowie Gruppen virtueller Festplatten eingerichtet werden. Für Streaming-Anwendungen mit hohem Datenaufkommen ist es ratsam, die Datentransferrate (MB/s) zu regulieren, um ihre Auswirkungen zu minimieren. Bei transaktionsorientierten Anwendungen (OLTP) ist eine Begrenzung der IOPS am sinnvollsten. Beide Parameter können gleichzeitig eingesetzt werden.

Skripterstellung

Befehle für SANsymphony können unter Verwendung einer umfangreichen Library mit PowerShell-Skriptbefehlen programmgestützt ausgegeben werden. Es ist somit nicht erforderlich, hierfür die Verwaltungskonsole zu verwenden. Im Grunde kann für jeden über die DataCore-Konsole verfügbaren Befehl ebenfalls ein Skript erstellt werden.

Warnmeldungen und Benachrichtigungen

Wenn die Software ungewöhnliche Ereignisse ermittelt (wie etwa Fehlervorhersagen von Speicherlaufwerken mit S.M.A.R.T.-Funktion), erhalten Sie hierzu eindeutige Benachrichtigungen, und zwar als Warnmeldung per E-Mail und in Form von Ereignisprotokollen. SNMP v1-Anfragen und -Traps werden ebenfalls unterstützt, was die Verbindung zu gängigen Paketen für Systemverwaltung und -überwachung problemlos ermöglicht.

Speicherprofile

Legen Sie relative Prioritäten von virtuellen Festplatten fest und stufen Sie deren Speicherprofil als „entscheidend“, „hoch“, „normal“, „niedrig“ oder „Archiv“ ein. Mittels der SANsymphony-Funktionen wie Auto-Tiering, dezentrale Replikation und synchrone Wiederherstellung von Spiegel-Servern werden Laufwerke mit höherer Priorität gegenüber weniger entscheidenden Laufwerken bevorzugt, sobald ein Ressourcenkonflikt vorliegt. Die Speicherprofile können vom Benutzer definiert werden.

Topologien: zentrale SANs und hyperkonvergierter Speicher (Server SAN)

SANsymphony kann auf dedizierten Servern im SAN so konfiguriert werden, dass externer Speicher als zentraler SAN-Speicher angesteuert wird. Die Software kann auch auf physischen und virtualisierten Maschinen konfiguriert werden, um hyperkonvergierte Systeme aus internem und direkt verbundenem Speicher (DAS) zu erzeugen.

Private, hybride & öffentliche Cloud

Erhöhen Sie den Wert von privaten, hybriden und öffentlichen Clouds durch Software-Defined Storage von SANsymphony. Greifen Sie über Cloud Gateways auf öffentlichen Cloudspeicher zu und profitieren Sie von der direkten Integration mit dem Open-Stack Cloud-Betriebssystem mit Hilfe von Cinder-Blockspeicherdiensten.

VVols

Erleben Sie die VVols-Funktionalität bei vorhandenen und neuen Speicherelementen aller Art. So können vSphere-Administratoren mit VVols schnell selbst virtuelle Laufwerke aus virtuellen Speicherpools bereitstellen, ohne zuvor den Speicheradministrator einschalten zu müssen. Sie legen die Kapazität und Serviceklasse fest, ohne Kenntnisse über das Speicher-Array zu benötigen, das sich nahtlos darunter einfügt.

Der beste Start für ein Software-defined Data Center der nächsten Generation