AMIT BARANWAL

Transformation der Softwareentwicklung

Unsere Erfahrung mit der agilen Methode TC2

Es gibt kein Patentrezept, um die agile Transformation umzusetzen, darum ist sie so schwierig zu meistern: Ausgangspunkt und Kontext auf dem Weg zu mehr Agilität sind bei jedem Unternehmen anders. Wie die meisten modernen Unternehmen, die Produkte entwickeln, setzt auch DataCore auf agile Methoden der Softwareentwicklung. Im Blogbeitrag beleuchten wir unseren Weg dorthin.

Im Oktober 2018 begann unser F&E‑Team, TC2 zu implementieren. „TC2“ steht für „Technology Components Version 2.“ und ist eine Weiterentwicklung der „Version 1“, mit der im Juni 2018 die Transformationsinitiative begann. Die Methodik der TC2 basiert auf den Scrum‑Prinzipien, die für die DataCore‑Anforderungen angepasst wurden. TC2 umfasst drei Kernprinzipien:

  1. Softwareentwicklung und Softwareveröffentlichung sind getrennt
  2. Es werden unabhängige Technologiekomponenten entwickelt
  3. Mit Transparenz schaffen wir Verantwortlichkeit

Wir trennen die Softwareentwicklung vom Veröffentlichungsprozess und erreichen so Schritt für Schritt unser Ziel. Statt auf Release‑Termine hinzuarbeiten, veröffentlichen wir, was zum Zeitpunkt X fertiggestellt ist. Wir planen, entwickeln, testen, führen vor und finalisieren innerhalb eines Monats. Release‑Manager und Produktmanagement profitieren so von mehr Flexibilität: Sie können GA (General Availability)‑Releases aus fertig entwickelten Elementen zusammenstellen.

Der Aufbau der Arbeitsgruppen

Was den Aufbau von Arbeitsgruppen rund um eigenständige, voneinander unabhängige Technologiekomponenten angeht: Hier schafft TC2 Teams mit spezialisierten Entwicklungs‑ und Fähigkeitsgebieten. Bei DataCore werden fünf Komponenten geschaffen. Das reduziert teamübergreifende Abhängigkeiten und „Störungen“, die Planung und Produktivität einschränken können. Ingenieure mit ähnlichen Spezialgebieten arbeiten im selben Team an gemeinsamen Zielen. Ein Ergebnis dieser Vorgehensweise ist, dass sie sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam Ergebnisse untersuchen und – ein wichtiger Faktor – mit der Zeit ihre Fähigkeiten verbessern können. Diese TC2‑Teams veröffentlichen eigenständige Software unabhängig von anderen Teams und externen Release‑Vorgaben.

Letzten Endes schafft TC2 Verantwortung durch Transparenz. Wir wollen Plan und Fortschritte offen gestalten. Dafür wird die TC2‑Roadmap in Echtzeit aktualisiert und auf Bildschirmen auf den Fluren angezeigt – jeder ist eingeladen die Pläne zu diskutieren. Diese Transparenz schafft Verantwortung und führt uns zu einem Determinismus, der das Engineering besser in die unternehmensweite Planung und Ausführung integriert. „Demo‑Meilensteine“ werden am Ende jedes Sprints organisiert, um Entwicklungen vorzustellen. Hinzu kommen wöchentliche Rückschau‑Meetings, in denen besprochen wird, was das Team optimieren kann.

Meine zentralen Erkenntnisse dieses Prozesses:

  1. Vision und Engagement kommen von oben: Unser Management unterstützt die Initiativen zur agilen Transformation. Das Ingenieursteam hat erkannt, dass die alten Methoden für die neue, mutige Vision nicht mehr geeignet sind und das nur eine agile Transformation zielführend ist.
  2. Agil für agil: Die agile Transformation ist eine Reise. Wir experimentieren und verbessern uns über Rückschau-Meetings. Außerdem passen wir den Prozess unseren Bedürfnissen an und definieren ihn auf Basis unserer Erfahrungen neu.
  3. Teams einbinden: Antworten bekommt man, wenn man fragt. Die Führungskräfte sollten weniger Anweisungen erteilen und stattdessen fragen: „Was denkst du darüber?“ Das ist eine kollaborative Methode Probleme zu lösen. Denn darum geht es bei Agilität: Ein sich selbst führendes Team in die Lage zu versetzen und ihm zu vertrauen, die Lösung zu finden. Führungskräfte müssen die Augen nach Möglichkeiten offenhalten, das Team zu stärken, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und die Performance zu verbessern.
  4. Agiles Training: Die Team‑Mitglieder erhalten Trainings, die eine agile Transformation beschleunigen. Diese Trainings konzentrieren sich auf grundlegende und fortgeschrittene agile Konzepte, agile Tests, agile Einschätzungen, eine fortlaufende Verbesserung sowie fortlaufende Auslieferung (continuous improvement/continuous delivery (CI/CD).
  5. Der Mensch an erster Stelle: Talente zu akquirieren und zu halten ist der Schlüssel zu einem leistungsstarken, agilen Team. DataCore entwickelt und bewertet Systeme, die Coaching‑Gespräche fördern und die Karrieren unserer Talente unterstützen. Wir schaffen ein passendes Trainingsportfolio, um ihre Fähigkeiten auszubauen und konzentrieren uns darauf, die besten zu holen.

Fazit

Wir bemerken schon jetzt die Vorteile der agilen TC2‑Methodik und sind gespannt auf unsere Erfahrungen mit der agilen Transformation. Natürlich verfolgen wir viele weitere Initiativen weiter – zum Beispiel nutzen wir Github, Robust Automation, etc. – und werden auch auf dem Rest des Weges unsere Erfahrungen mit der Community teilen.

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