Vinod Mohan

Wie Speichervirtualisierung speziell
im Gesundheitswesen hilft

Krankenhäuser, medizinische Labore, Life-Science- und Pharmaforschungsinstitute sowie Versicherungsgesellschaften haben eines gemeinsam: Sie alle müssen exponentiell wachsende Datenmengen bewältigen. Dazu gehören sowohl strukturierte Daten, die von Anwendungen im Gesundheitswesen in Form von elektronischen Kranken- und Gesundheitsakten (EMR/EHR) und geschützten Gesundheitsinformationen (PHI) generiert werden, als auch unstrukturierte Daten wie Aufnahmen, Röntgenbilder, Videos und medizinische Dokumente. Im Gesundheitswesen müssen IT-Abteilungen eine skalierbare Speicherinfrastruktur für diese wachsenden Datenmengen bereitstellen und einen zuverlässigen Weg finden, damit diese Daten jederzeit verfügbar, zugänglich und sicher sind. Dies ist jedoch oft leichter gesagt als getan, wenn man die üblichen Herausforderungen wie begrenztes Budget, fehlendes Personal und strenge Compliancerichtlinien bedenkt.
Storage Virtualization Healthcare Blog Icon

Die IT-Teams im Gesundheitswesen, die diese Flut der zu speichernden und archivierenden Daten bewältigen müssen, sehen sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert:

  • Unzusammenhängendes Speichermanagement, das zu Speichersilos und Kapazitätsineffizienz führt
  • Rasant steigender Kapazitätsbedarf, der die Kosten für die Speicherbeschaffung erhöht
  • Fehlende zentrale Transparenz über Speicherplattformen verschiedener Hersteller hinweg
  • Unterschiedliche Management-Tools, die eine manuelle Verwaltung und einen hohen Aufwand für die Schulung des IT-Personals bedeuten
  • Die Unfähigkeit, sich an veränderte Geschäftsanforderungen und technologische Innovationen anzupassen
  • Schwierigkeiten bei der Sicherstellung eines kontinuierlichen Betriebs aufgrund von Unterbrechungen der Datenverfügbarkeit

In einer unternehmens- und zeitkritischen Umgebung wie dem Gesundheitswesen – wo die IT-Infrastruktur entscheidend für die Sicherstellung der Patientenversorgung ist – ist es zwingend erforderlich, einen schnellen und kontinuierlichen Datenzugriff zu gewährleisten. Dies ist einer der Gründe, warum Organisationen im Gesundheitswesen ihre Datenspeicherinfrastruktur (egal ob Block-, Datei- oder Objektspeicher) für die Verwaltung, den Datenzugriff und die Datensicherung über eine zentrale Plattform konsolidieren möchten.

Speichervirtualisierung: eine kritische Komponente Ihrer Konsolidierungsstrategie

Speichervirtualisierung ist eine Schlüsseltechnologie, die IT-Abteilungen bei ihren Bemühungen um eine Speicher-/IT-Konsolidierung verwenden. Die Speichervirtualisierung abstrahiert die Funktionen der Speicherverwaltungssoftware von der zugrunde liegenden Hardware-Infrastruktur. Daten können zentral und einheitlich über verschiedene Speicherplattformen hinweg verwaltet werden. Dies hilft dabei, Speichersilos aufzuheben und die Speicherverwaltung zu vereinfachen.

Softwaredefinierte Speicherlösungen (SDS), die Speichervirtualisierung nutzen, ermöglichen eine flexible Konsolidierung, Modernisierung, Erweiterung und Optimierung der Speicherebene. Über eine zentrale, anbieterunabhängige Speicherverwaltung können IT-Teams steuern, wie sie Daten über verschiedene Speichergeräte und hybride Speicherinfrastrukturen speichern, schützen und aufrufen.

Lassen Sie uns vier häufige Szenarien aus dem Gesundheitswesen untersuchen, in denen Speichervirtualisierungstechnologie eine entscheidende Rolle in einer Speicherkonsolidierungsstrategie spielt.

#1 Bündelung der Speicherkapazität und Lastverteilung

storage-capacityIT-Abteilungen stehen häufig vor der Herausforderung, dass ihnen die Speicherkapazität ausgeht und sie dann das Budget für weitere Hardware aufbringen müssen. Die Ineffizienz der Kapazitäten wird noch verstärkt, wenn Speicherplattformen verschiedener Anbieter in Silos verwaltet werden, ohne die Möglichkeit, die Auslastung über die Geräte verschiedener Anbieter hinweg zu optimieren.

Speichervirtualisierung entkoppelt die Hardware von softwarebasierten Speicherdiensten. Die gesamte Kapazität über verschiedene Speichergeräte und Hersteller hinweg wird in einem virtuellen Speicherpool zusammengefasst. Dies hilft, die Nutzung des Speicherplatzes auf jedem Speichersystem im Pool zu optimieren. IT-Teams können Ressourcen zentral verwalten, bereitstellen und entsprechend den Geschäftsanforderungen ausbalancieren.

Virtuelle Festplatten werden aus dem Speicherpool erstellt und den Anwendungen zugewiesen, die Speicherplatz benötigen. Die Anwendungen müssen nicht dem einzelnen Speichergerät zugeordnet werden, das ihnen Speicherplatz zur Verfügung stellt. Aus Sicht einer Anwendung wird ihr einfach Speicher aus dem Speicherpool zugewiesen. Administratoren können auch Thin-Provisioning-Speicher für Anwendungen bereitstellen, sodass nicht von Anfang an zu viel physischer Speicherplatz blockiert wird. Dass Kapazität ganz nach Bedarf bereitgestellt und wieder abgerufen werden kann, optimiert die Kapazitätsauslastung und erhöht die Ressourceneffizienz.

Storage Pool – Storage Virtualization

Neben der Bündelung der Speicherkapazität, insbesondere im Kontext des Dateispeichers, aggregiert die Dateivirtualisierung Namensräume über verteilte NAS-Systeme (Network Attached Storage) und Dateiserver hinweg, um ein globales Dateisystem zu bilden. Dies ermöglicht Benutzern und Anwendungen den Zugriff auf sowie die Freigabe und Verwaltung von Dateien von einem zentralen Bereitstellungspunkt und einer zentralen Steuerungsebene aus. Wenn die IT beschließt, Dateien nach ihrem Speicher-/IT-Konsolidierungsplan zu verschieben, muss sie sich keine Gedanken darüber machen, wie sie Dateipfade und Verzeichnisstrukturen verfolgen kann, da die Virtualisierungsebene die Suche und den Abruf von Dateien in einem globalen Namensraum über eine intuitive, webbasierte Oberfläche vereinfacht.

#2 Automatisierte Datenplatzierung

automated data placementKein Unternehmen möchte seine primären leistungsfähigen Speichergeräte mit inaktiven/kalten Daten füllen. Doch eine isolierte Speicherarchitektur führt genau dazu. Wenn die Speicherebene virtualisiert ist und Geräte in einem Pool zusammengefasst werden, können Speicherebenen erstellt und die Datenplatzierung sowohl intelligent als auch automatisiert gestaltet werden.

  • Bei einem Blockspeicher werden Daten anhand ihrer „Temperatur“ behandelt: Heiße, häufig abgerufene Daten werden im Primärspeicher gespeichert (z. B. NVMe oder Flash-basierter Speicher), während selten abgerufene warme und kalte Daten in sekundäre Speicherebenen verschoben werden können (z. B. preiswerte Hardware).
  • Im Falle eines Dateispeichers, der auf Metadatenattributen von Dateien basiert, kann der Administrator benutzerdefinierte Richtlinien definieren, um die Datenplatzierung auf verschiedenen NAS-Geräten, Dateiservern und Objektspeichern On-Premise und in der Cloud zu steuern.

Automated Lösungen für die SpeichervirtualisierungAutomated Lösungen für die Speichervirtualisierung verschieben Daten dynamisch und kontinuierlich anhand von Richtlinien, die auf maschinellem Lernen basieren, und stellen sicher, dass die richtigen Daten immer auf dem richtigen Speicher abgelegt und zur richtigen Zeit von überall aus für den Zugriff verfügbar gemacht werden. Wenn IT-Teams die Konsolidierung ihrer Speicherinfrastruktur planen, hilft automatisierte Datenplatzierung dabei, die Kapazitätsnutzung zu optimieren, Speicherplatz auf Premiumspeicher freizugeben und Leistungs-Hotspots zu vermeiden.

#3 Nahtlose Datenmigration

seamless data migrationIm Rahmen von Konsolidierungsprojekten entscheiden sich Unternehmen häufig dafür, ihre Speicherinfrastruktur zu überprüfen oder zu aktualisieren, ältere und teure Geräte aufzurüsten oder durch Standardhardware zu ersetzen und sogar HCI-Server zu installieren, um sperrige Server und Storage-Arrays zu ersetzen. Typischerweise müssen bei diesen signifikanten Änderungen der Speicherhardware die Daten vom alten Gerät auf das neue Gerät verschoben werden, was einen hohen manuellen Aufwand in Form von Herunterfahren von Anwendungen, Trennen des Speichers, Installieren neuer Hardware, Neukonfiguration von Einstellungen usw. bedeutet. Dies ist ein aufwendiger und kostspieliger Gewaltakt, der nicht nur Personalkosten, sondern auch Ausfallzeiten für die Anwendung verursacht, bis der Speicher neu konfiguriert und betriebsbereit ist.

Mit Speichervirtualisierungstools können IT-Teams nahtlos neue Speicherkapazitäten zum virtualisierten Speicherpool mit vorhandenen Speichergeräten hinzufügen. Administratoren können dann einfach Daten zwischen dem alten und dem neuen Gerät migrieren – ohne Ausfallzeiten für die Anwendung oder Unterbrechung des Geschäftsbetriebs. Sobald die Migration abgeschlossen ist, kann die alte Hardware aus dem Speicherpool entfernt und außer Betrieb genommen werden. Der gesamte Prozess ist so transparent, dass die Anwendungen und Endbenutzer, die auf Daten zugreifen, kaum beeinträchtigt werden.
Data Migration – Storage Virtualization

Angesichts der ultimativen Flexibilität der Speichervirtualisierung, mit jeder Speicherhardwareplattform zu arbeiten, können Organisationen des Gesundheitswesens ihre Hardware auf der Grundlage von Preis, Leistung, Support und anderen Faktoren auswählen. Ohne an einen Hardwareanbieter gebunden zu sein, kann die IT neue Technologien in die bestehende Infrastruktur integrieren, um ihre veränderlichen Geschäftsziele und Prioritäten am besten zu realisieren.

#4 Sicherstellung der Geschäftskontinuität

business continuityUnternehmen, die ihre Speicher und Rechenzentren konsolidieren, müssen sich auch auf Ausfälle und Hardwarefehler vorbereiten. Es empfiehlt sich, Datenredundanz und Schutzmechanismen einzuplanen, um bei Ausfällen weiterhin die Hochverfügbarkeit der Daten zu gewährleisten.

Speichervirtualisierungslösungen von DataCore verfügen über integrierte Funktionen zur Replikation von Daten sowohl synchron (lokal und über Stretch-Cluster hinweg) als auch asynchron (über Disaster-Recovery-Standorte hinweg). Automatisches Failover im Falle eines Speicherausfalls und konsequente Resynchronisierung sowie Failback auf eine gespiegelte Kopie der Daten an einem sekundären Speicherort tragen dazu bei, die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

Fazit

Dies sind nur einige der häufigen Anwendungsfälle, in denen die SDS-Lösungen von DataCore, die Speichervirtualisierungstechnologie nutzen, IT-Organisationen helfen können. Darüber hinaus bieten sie viele weitere automatisierte Funktionen und Speicherdienste, die in heterogenen und hybriden Speicherinfrastrukturen funktionieren. IT-Teams im Gesundheitswesen können über eine zentrale Oberfläche Speicherbereitstellung, Optimierung, Lastverteilung, Replikation, Datenmigration usw. verwalten und so den Erfolg von Speicher- und Infrastrukturkonsolidierungen sicherstellen. Speichervirtualisierung hilft auch bei der Bewältigung des rasanten Datenwachstums durch den Aufbau einer stabilen und skalierbaren Datenspeicherinfrastruktur bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Betriebszeit und Einhaltung der Compliance-Vorschriften im Gesundheitswesen.

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