Die Vorstellung, Speicherprobleme einfach durch den Einsatz einer Software zu lösen, mag kaum zu glauben sein. Aber es stimmt: So einfach ist es tatsächlich. Wir stellen Ihnen die beiden gängigsten Arten der Speichervirtualisierung vor, die es derzeit gibt.
Denken Sie daran, dass Ihr bestehendes SAN auch aus Software und Hardware besteht. Durch die Speichervirtualisierung rüsten Sie lediglich die Softwarekomponente auf und behalten die Hardware. Damit sind Einsatz und Migration bei dieser Architektur besonders einfach.
Sie müssen also festlegen, ob Sie nur den vorhandenen Speicher virtualisieren oder neuen Speicher hinzufügen und sich von Ihren alten Arrays verabschieden möchten.
Option 1: Knoten für die Speichervirtualisierung
Die erste Option besteht aus einem Controller-Knoten für die Speichervirtualisierung. Dabei handelt es sich in der Regel um einen 1U-x86-Server mit CPU, Arbeitsspeicher, Netzwerkanschlüssen und einem RAID-1-Array für das Betriebssystem, auf dem die Virtualisierungssoftware ausgeführt wird.
Im nächsten Schritt verbinden Sie Ihre vorhandenen SAN Arrays per iSCSI oder FC-Verbindung mit dem neuen Speichervirtualisierungscontroller. Als Nächstes können Sie Ihre Hosts anschließen und damit beginnen, jedem Host virtuelle Disks zu präsentieren.
Ab diesem Punkt müssen Sie für Ihre tägliche Speicheradministration nur noch eine einzige Konsole öffnen. Dabei behalten Sie alle anspruchsvollen Speicherdienste, die Ihre Virtualisierungssoftware bietet, auch wenn die zugrunde liegende Software nicht für diese Features und Funktionen lizenziert ist.
Sollten Sie einmal ein neueres Array hinzufügen und ein altes Array entfernen müssen, klicken Sie einfach auf „Entfernen“, um das alte Array zu löschen, und dann auf „Zum Pool hinzufügen“, um den neuen Speicher zu nutzen. Sie können einen zweiten Knoten mit dediziertem Speicher hinzufügen, um eine hochverfügbare Speichergruppe mit zwei redundanten Aktiv/Aktiv-Kopien Ihrer Daten aufzubauen.
Option 2: Konvergentes Server-SAN
Für diese zweite Option benötigen Sie einen größeren 2U-x86-Server mit leistungsstärkerer Hardware, um mehr Rechenleistung zu erzielen. Sie sollten Ihren ROI wirklich maximieren, indem Sie die Kapazität Ihrer Festplatten, den Arbeitsspeicher und die Anzahl der Netzwerkanschlüsse so weit wie möglich erhöhen.
Wenn Sie sich für die Backplane mit 24 x 2,5-Zoll-Laufwerken entscheiden, können Sie durch eine Kombination aus 4 NVMe und/oder SAS-10k-Laufwerken eine enorme Speicherkapazität erzielen. In einigen Fällen haben wir Lösungen gesehen, die bis zu 60 TB oder sogar 80 TB nutzbare Kapazität pro 2U-Server bieten.
Sie profitieren weiterhin von denselben Vorteilen wie bei der ersten Option, fügen nun aber eine neue Dimension hinzu, indem Sie neue interne Festplatten und bestehende externe SAN-Arrays in einem gemeinsamen virtuellen Pool zusammenführen. So vereinen Sie das Beste aus beiden Welten und erzielen weiterhin über 100.000 IOPS bei Reaktionszeiten im Sub-Millisekundenbereich.
Die meisten Organisationen fangen mit dem Speichervirtualisierungsknoten an und wandeln ihn irgendwann ohne größeren Investitionsaufwand in ein konvergiertes Server SAN um, indem sie die Kapazität durch interne Laufwerke erhöhen.
Mit diesem Setup gehören alle Performanceprobleme der Vergangenheit an, und Sie können das System durch zusätzliche Arrays oder Knoten erweitern.
- Mehr Redundanz – erledigt.
- Niedrigere Kosten – erledigt.
- Über eine einheitliche Konsole verwalteter Speicher – erledigt.
- Performance und Skalierbarkeit – erledigt.