Software-Defined Storage

Ein umfassender Leitfaden für softwaredefinierte Speichertechnologie, wie sie funktioniert und warum Sie sie verwenden sollten, um Ihre Datenspeicherinfrastruktur zu modernisieren.

Was ist softwaredefinierter Speicher?

Softwaredefinierter Speicher (SDS) ist eine intelligente Virtualisierungssoftware, mit der sich jedes SAN- oder NAS-Gerät in Ihrem Rechenzentrum einheitlich verwalten lässt und Funktionen für Unternehmen bietet, ohne auf einen bestimmten Hardware-Anbieter angewiesen zu sein. So wie Hypervisoren Serverhardware für VMs virtualisieren, virtualisiert SDS die SAN- und NAS-Hardware als virtuelle Laufwerke.

Die Storage Networking Industry Association definiert SDS als virtualisierten Speicher mit Servicemanagementoberfläche, inklusive Automatisierung, Standard-Schnittstellen, virtualisiertem Datenpfad, Skalierbarkeit und Transparenz.

Das softwaredefinierte Modell ist die moderne Art, Ihre Speicherinfrastruktur neu zu gestalten, indem Sie die Speichersoftware von der Speicherhardware trennen. Die Umstellung auf das SDS-Modell bringt Ihnen folgende Vorteile:

  • Verfügbarkeit
  • Skalierbarkeit
  • Flexibilität
  • Interoperabilität
  • Verwaltung
  • Performance

Beim softwaredefinierten Speichermodell sind Festplatten, Gehäuse und Netzwerkkomponenten nach Belieben austauschbar, doch die Software, die die Hardware steuert, muss nicht ausgetauscht werden.

Die innovative Speichervirtualisierungs-Software ist der Hardware immer einen Schritt voraus. Darum entwickeln sich SDS-Lösungen mit der Entwicklung neuer Funktionalitäten weiter, z. B. Erasure Coding, Deduplizierung und Kompression, Verschlüsselung, Cloud Integration, Objektspeicherung und Container-Speicherung.

Die Softwareebene ist das Geheimnis, das alles zum Leben erweckt. Softwaredefinierte Speicher bieten tatsächlich einen erheblichen Vorteil gegenüber traditionellen NAS und SAN. Wenn man die Software von der Hardware abkoppelt, gewinnt der Kunde. Ganz einfach.

Warum auf softwaredefinierten Speicher umstellen?

Mit softwaredefinierten Speicherlösungen wird Ihre Speicherinfrastruktur weniger komplex

Die meisten Unternehmen kennen Herausforderungen in puncto Speicher:

  • Hohe Kosten
  • Latenzprobleme
  • Speicherausfall
  • Komplexe Migration
  • Konsolidierung
  • Verwaltung von Silos
  • Exponentielles Datenwachstum

Genau da setzt Speichervirtualisierung durch softwaredefinierte Speicherlösungen an.

SDS ist die modernste Lösung, die alle aktuellen und zukünftigen Schmerzpunkte behebt. SDS ist die Speichertechnologie, über die zurzeit alles spricht und auf die alle erpicht sind.

Egal welche Speicherhardware Sie besitzen: Die Software ist das Gehirn und die Intelligenzebene, die bestimmt, welche Funktionen, Features, Dienste und Vorteile Sie Ihren Hosts, Anwendungen und Anwendern bereitstellen können.

Wenn Ihnen die mit Ihren SAN/NAS verbundenen Probleme und Herausforderungen den Schlaf rauben, ist es an der Zeit, sich Gedanken über softwaredefinierten Speicher zu machen. Die damit verbundenen Vorteile sind zu zahlreich, um sie zu ignorieren.

Ihre Organisation kann es sich nicht leisten, sich weiter auf traditionellen Speicher zu verlassen. Es ist höchste Zeit, Ihre Speicherarchitektur zu modernisieren.

Wie softwaredefinierte Speicherlösungen funktionieren

Ein Grund dafür, dass Unternehmen auf ein SDS-Modell umstellen, ist die Fähigkeit, ihre gesamte Speicherinfrastruktur mithilfe einer einzigen Managementkonsole zu konsolidieren und zu verwalten und dabei vielfältige Features und Funktionen nutzen zu können.

SDS ist eine Softwaresteuerung, die Ihre physischen Speicher virtualisiert und verwaltet. Im Prinzip werden alle Ihre Festplatten-Arrays in einem einzigen „virtuellen Pool“ zusammengefasst und mittels Thin Provisioning auf maximale Kapazität ausgerichtet. Ist der virtuelle Pool einmal angelegt, werden auch „virtuelle Disks“ im Pool erstellt, die Ihren Host-Servern dann als reine LUNs für die Datenspeicherung präsentiert werden.

Softwaredefinierter Speicher im Diagramm

Stellen Sie sich vor, die Arrays Ihrer HPE 3Par, EMC VNX, IBM v7000 oder beliebige SAN in Ihrem Rechenzentrum in einem einzigen virtuellen Pool zu konsolidieren. Stellen Sie sich vor, ein Striping wäre über alle Arrays hinweg möglich, unabhängig von deren Geschwindigkeit.

Sie können Ihre SDS-Lösung sogar darauf konfigurieren, „kalte“ und „heiße“ Daten bei Bedarf zwischen den Arrays zu verschieben, indem Sie einfach jedem Array eine Tier-Nummer zuweisen. Ziemlich cool, oder?

Nativ unterstützen die beliebtesten traditionellen SAN kein Auto-Tiering von Daten über Arrays anderer Hardware-Anbieter. Anders ausgedrückt: Auto-Tiering zwischen einem VNX und einem 3PAR oder V7000 ist nicht möglich, weil die Drei nicht die gleiche Sprache sprechen.

Gelöst wird dieses Problem durch die Anschaffung einer SDS-Lösung, die jedes mögliche SAN auf der Welt unterstützt. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie jemals eines der kostspieligen traditionellen SAN ersetzen müssen, steht es Ihnen frei, sich nach preiswerteren Alternativen umzusehen.

Und die Migration Ihrer Daten vom alten SAN auf das neue funktioniert problemlos. Mit wenigen Klicks starten Sie die Migration Ihrer Daten von den alten auf die neuen Arrays, ohne dass es zu längeren Ausfallzeiten für Anwendungen und Host-Betriebssystem kommt.

Einsatzmodelle für softwaredefinierte Speicherlösungen

Während jede SDS-Plattform zahlreiche Features und Funktionalitäten beinhaltet, sind weder die Ausführung noch die Bündelung der einzelnen Lösungen gleich. Manche basieren auf Open Source-Code, andere nutzen proprietären Software-Code.

Ein weiterer Unterschied ist die interne Speicherstruktur, die zur Verwaltung der Daten verwendet wird, egal ob diese auf der Grundlage von Distributed File Services (DFS), Objekt- oder Block-Level-Speicher basiert.

Damit sollten Sie sich unbedingt eingehender befassen, um genau zu verstehen, wie die einzelnen softwaredefinierten Lösungen arbeiten.

Darüber hinaus werden manche SDS-Plattformen als physische oder virtuelle Appliances angeboten. Wieder andere können problemlos heruntergeladen und auf Ihren vorhandenen x86-Servern oder Hypervisoren installiert werden.

Das bringt uns zum nächsten wichtigen Thema, den verschiedenen Arten von SDS-Optionen. Hier sind die drei beliebtesten Einsatzmodelle:

  • Nur Software: Sie laden Ihre SDS-Plattform herunter und installieren sie auf einem beliebigen x86-Server oder lassen sie sogar als VM laufen. Mit dieser Option können Sie beliebige intern oder extern angehängte Speicher verwalten.
  • Appliance: Server und Software sind gegen erheblichen Aufpreis mit vorkonfigurierten Spezifikationen gebündelt. Auch hier können Sie sowohl interne als auch externe Speicher verwalten.
  • Appliance und Speicher: Dies ist ein vollständig integriertes System, das SDS, Server und internen Speicher beinhaltet. In der Regel unterstützen diese Appliances keine externen Speicher unterschiedlicher Anbieter.

Es ist wichtig, die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser SDS-Modelle zu verstehen. Die meisten Anwender ziehen die Option vor, die ihnen die größte Flexibilität und Wahlfreiheit bei der Kombination der Hardware bietet, die am besten zu ihren Datenanforderungen und ihrem Budget passt.

Nur-Software-Modelle und Appliance-Modelle im Vergleich

Nur-Software-Modell

Standardmäßig ist das Nur-Software-Modell das preiswerteste. Es kann an alle Budget- oder Infrastrukturanforderungen angepasst werden. Dazu muss lediglich die Software heruntergeladen und auf einem x86-Server installiert werden, Ihre Speicher und Ihre Hosts müssen angeschlossen werden, und schon können Sie mit der Verwaltung Ihrer Daten loslegen.

Der andere Anwendungsfall ist die Fähigkeit, Ihre SDS-Software in einer VM zu installieren, die auf einem beliebigen Hypervisor läuft. So können Sie sie als virtuelles SAN betreiben, ohne einen extra x86-Server als Host für die SDS-Plattform kaufen zu müssen.

Sie bekommen die gleichen Funktionen und Features, die ein Enterprise SAN bietet – nur viel preiswerter. Auf diese Weise vermeiden Sie auch die Abhängigkeit von einem Anbieter und haben bei zukünftigen Hardware-Käufen eine bessere Verhandlungsposition.

Erleben Sie, wie Hardware-Anbieter um Ihre Aufträge wetteifern, und entscheiden Sie selbst, welches Geschäft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Das nennen wir echte Unabhängigkeit bei der Wahl des Anbieters.

VS.

Appliance-Modell

Das Appliance-Modell und das Appliance-plus-Speicher-Modell sind sehr ähnlich. Der Hauptunterschied besteht darin, dass bei dem einen die Speicherkapazität bereits im Paket enthalten ist, während das reine Appliance-Modell keine Festplatten beinhaltet. (Sie müssen also Ihr eigenes SAN anschließen.)

Jedes Appliance-Modell bietet verschiedene Ebenen an Rechenleistung, Kapazität und Konnektivität. Die Optionen der verschiedenen Modelle sind für kleine, mittelgroße und große Unternehmen ausgelegt. Es hängt von Ihren Anforderungen ab, welche Option für Sie am besten ist.

Wenn Sie sich erst einmal für ein spezifisches Appliance-Modell entschieden haben, können Sie es nicht mehr ändern. Das hemmt Ihre Skaliermöglichkeiten auf Komponentenebene, ohne Ihr Budget zu strapazieren. Wenn Sie mehr Rechenleistung oder mehr Kapazität brauchen, müssen Sie auf ein höheres Appliance-Modell aufrüsten.

Nur-Software-Modell

Beim softwaredefinierten Nur-Software-Modell können Sie den Serveranbieter frei wählen, egal ob Dell, HPE, Cisco, Lenovo, Super Micro, Fujitsu, Hitachi oder eine beliebige andere Marke. Sie können auch selbst entscheiden, wie viel Rechenleistung Sie von Ihrer CPU und Ihrem Speicher verlangen.

Damit haben Sie die Möglichkeit, klein zu beginnen und Ihr System bei zunehmenden I/O-Anforderungen zu erweitern. Sie öffnen lediglich Ihren Server und fügen weitere Speichermodule hinzu, um die I/O-Cachingleistung zu erhöhen.

Wenn Sie mehr CPU-Leistung brauchen, fragen Sie einfach bei Dell nach, welche Upgrades es für Ihren Server gibt. Und schon können Sie Ihre CPU-Kerne für eine höhere Multithread-Leistung in Schwung bringen.

VS.

Appliance-Modell

Die Appliance-Optionen sind bereits mit vordefinierten CPU-Spezifikationen ausgerüstet, die vom gewählten Modell abhängen. Wenn Sie irgendwann mehr CPU-Leistung benötigen, müssen Sie auf ein höheres Appliance-Modell aufrüsten, das Ihre neuen Leistungsanforderungen erfüllt. Der Nachteil besteht darin, dass Sie die gesamte Appliance austauschen müssen und nicht einfach nur die CPU aufrüsten können.

Der Speicher ist auch mit einer festen RAM-Größe verbunden, die für verschiedene interne Tasks verwendet wird, einschließlich einer festen Zuweisung für Daten-I/O-Caching. Auch wenn Sie zwei weitere Speichermodule zur Verbesserung der I/O-Cachingleistung hinzufügen dürften, hat die Software vielleicht eine eingebaute Begrenzung, die den durch das DIMM-Upgrade erreichten Vorteil zunichte macht.

Nur-Software-Modell

Sie müssen entscheiden, wie viel Kapazität Sie für die Datenspeicherung benötigen und wie schnell die Laufwerke sein sollen. Vielleicht können Sie sich das Komplettpaket aus PCIe Flash und SSDs leisten. Vielleicht haben Sie aber auch nur ein begrenztes Budget und müssen sich mit einem Hybriddesign aus SSDs und HDDs (SAS oder SATA) begnügen.

Sie können auch mit einer Kombination aus internen Festplatten, die im x86 laufen, und externen Laufwerken, die über SAS-Kabel, iSCSI oder FC-Verbindungen angeschlossen werden, arbeiten. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

VS.

Appliance-Modell

Wie vorhin schon angesprochen, gibt es eine Appliance-Option, in der ein Speicher bereits enthalten ist, z. B. die HPE StoreVirtual SVA Appliance. Es gibt auch Appliances ohne Speicher, z. B. die Spectrum SVC Appliance von IBM.

Wenn Sie eine SDS Appliance mit integriertem Speicher wählen, müssen Sie die Zahl der Knoten begrenzen. Das bedeutet, dass jede Appliance eine feste Anzahl von Laufwerken hat. Sagen wir 10 TB pro Appliance, die als Knoten gilt. Wenn Sie eine Lösung mit 40 TB brauchen, benötigen Sie mindestens vier Knoten, um Ihren Kapazitätsbedarf zu decken.

Dabei ist der Datenreplikationsfaktor noch gar nicht berücksichtigt. Wenn Sie eine hohe Verfügbarkeit mit zwei Kopien Ihrer Daten benötigen, erhöht sich die gewünschte 40-TB-Lösung automatisch auf 80 TB bzw. acht Knoten.

Mit der SDS Appliance ohne integrierten Speicher haben Sie mehr Skalierfreiheit, ohne dass Sie zusätzliche Appliances kaufen müssen. Anstatt Knoten hinzuzufügen, fügen Sie einfach ein über iSCSI oder FC angeschlossenes SAN oder JBOD hinzu. Damit wird das Upgrade preiswerter und einfacher.

Nur-Software-Modell

Die Branche empfiehlt, in den Systemen immer redundante Geräte und Komponenten vorzusehen. Das gilt auch für Ihre SDS-Lösung. Es empfiehlt sich, mehrere RAID-Controller zu haben, falls einer ausfällt.

Es ist auch gut, mehrere NICs und HBAs zu haben, um einzelne Ausfallpunkte (SPOF) zu vermeiden und die Verfügbarkeit Ihrer Daten zu gewährleisten, auch wenn eine Ihrer Karten ausfällt.

VS.

Appliance-Modell

Vorkonfigurierte Appliances sind durch die Anzahl der im Paket enthaltenen redundanten Komponenten begrenzt. Die meisten haben nur einen einzigen RAID-Controller. Fällt dieser aus, müssen Sie warten, bis das Teil ausgetauscht worden ist, bevor Sie Ihre SDS Appliance wieder online nehmen können.

Das gleiche SPOF-Risiko gilt für den Initiator und die Zielpunkte, durch die alle I/O-Flüsse laufen. Fällt ein Port aus, geht auch der Knoten offline, selbst wenn die Festplatten verfügbar sind.

Vorteile softwaredefinierter Speicherlösungen

Bisher haben wir eine ganze Reihe von Vor-und Nachteilen der drei gängigsten SDS-Einsatzmodelle betrachtet. Nun gehen wir noch auf die allgemeinen Vorteile ein, die Sie erhalten, wenn Sie eine softwaredefinierte Architektur in Ihre Infrastruktur aufnehmen.

Verfügbarkeit

Permanenter Zugriff auf Daten hat oberste Priorität für jede Organisation, deren Haupteinnahmen davon abhängen, dass missionskritische Anwendungen rund um die Uhr verfügbar sind. Softwaredefinierte Speicherlösungen erfüllen diese Anforderung, indem sie eine hohe Datenverfügbarkeit innerhalb desselben Rechenzentrums oder über zwei separate Rechenzentren, die über unbeschaltete Glasfaser kommunizieren, gewährleisten.

Verfügbarkeit durch softwaredefinierte Speicherlösungen im Diagramm

Für diese Art von N+1-Architektur sind mindestens zwei Knoten erforderlich. Wenn ein Knoten ausfällt, übernimmt der zweite weiterhin als Host die Produktions-I/O, ohne dass zentrale Geschäftsanwendungen unterbrochen werden. Diese Art von Schutz ist wie eine Versicherungspolice, die sich bezahlt macht, wenn ein SAN Array ausfällt.

Wenn Sie zwei softwaredefinierte Aktiv/Aktiv-Knoten zu haben, reduzieren Sie Ihre Downtime um 100 % und profitieren von einer Infrastruktur mit vollautomatischem Failover für Ihre Hypervisoren, Datenbanken und Anwendungen.

Skalierbarkeit

Wenn Ihre Anwendungsdaten und die Anforderungen an die I/O-Leistung zunehmen, ist es elementar wichtig, schnell skalieren zu können, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Das funktioniert nur, wenn eine anpassungsfähige Infrastruktur vorhanden ist.

Mit SDS können Sie Ihr System beliebig verkleinern oder vergrößern, je nach Geschäftsanforderung. Wenn Sie mehr Kapazität benötigen, können Sie neue Speicher-Arrays zum vorhandenen virtuellen Pool hinzufügen und Ihre Speicherkapazität sofort erweitern.

Für mehr Performance können Sie zusätzlichen Arbeitsspeicher, CPU oder Zielports zu Ihren Knoten hinzufügen, um sofort mehr Leistung zu haben. Wenn Ihre Hardwarespezifikationen ausgereizt sind, können Sie einen dritten oder vierten Knoten und zusätzlichen Speicher hinzufügen, um sofort mehr Leistung und mehr Speicher zu erhalten.

Flexibilität

Host-Betriebssysteme und Anwendungs-I/O-Anforderungen ändern sich schneller, als die meisten IT-Abteilungen Schritt halten können, überwiegend aufgrund fehlender Flexibilität der Speicherlösungen. Ob höhere IOPS-Anforderungen oder niedrigere Latenzgrenzen, die Anpassungen müssen an irgendeinem Punkt vorgenommen werden.

Unternehmen wollen eine maximale Rendite mit Ihren Infrastrukturinvestitionen erzielen und suchen nach Lösungen, die wie das „Schweizer Taschenmesser“ der Technologie funktionieren. Softwaredefinierte Speicherlösungen sind da genau richtig.

Flexibilität durch softwaredefinierte Speicherlösungen im Diagramm

Mit SDS als primärer Intelligenzebene sind Sie nicht darauf angewiesen, wieder die gleichen Speicher-Arrays vom gleichen Lieferanten zu kaufen. Sie können flexibel Arrays von unterschiedlichen Lieferanten kaufen und SSDs, SAS und SATA-Festplatten für „heiße“ und „kalte“ Daten nach Belieben kombinieren.

Wenn Sie mehr Kapazität für „heiße“ Daten benötigen, können Sie in SSDs von HP, Dell EMC, IBM oder NetApp investieren. Wenn Sie zusätzliche Kapazität für „kalte“ Daten benötigen, können Sie SAS/SATA Arrays von Cisco, Super Micro oder Lenovo einsetzen. Sie haben es in der Hand.

Interoperabilität

Akquisitionen und Fusionen sind der Alptraum jedes Speicheradministrators, denn dann müssen Daten aus den SANs unterschiedlichster Anbieter zusammengeführt werden. HPE-Speicher, IBM-Arrays und Dell-EMC-Speicher miteinander zu integrieren, ist unmöglich, da die SANs nicht kompatibel sind.

Wie zwei Menschen, die nicht die gleiche Sprache sprechen. Aufgrund der Sprachbarriere können sie nicht miteinander kommunizieren. Ähnlich verhält es sich mit der Kompatibilität und Interoperabilität von Speichersystemen unterschiedlicher Anbieter, es sei denn, Sie ziehen einen Übersetzer hinzu.

SDS ist dieser Übersetzer und fungiert wie eine Brücke, über die heterogene Speichersysteme in einem konsolidierten virtuellen Pool zusammengefasst werden können. Was früher unmöglich erschien, ist mit der SDS-Speicher-Poolingtechnologie nun möglich.

Geringere Kosten

Zeigen Sie mir einen IT-Verantwortlichen, dem die Kosten egal sind, und ich zeige Ihnen tausend, die ihre Kaufentscheidung ausschließlich aufgrund der Kosten treffen. Jeder möchte Investitions- und Betriebskosten sparen. Das macht softwaredefinierte Optionen auf kurze wie auf lange Sicht attraktiv.

Sie wissen nun, wie viele Vorteile diese Softwaretechnologie bietet, und Kostenersparnis ist ein maßgeblicher Faktor, der diese Lösung auszeichnet. Wie hoch diese Ersparnis am Ende ist, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.

Wenn Sie vorhandenen Speicher weiter nutzen und die bisherige Hardware nicht komplett ersetzen möchten, sehen Sie vermutlich die größten Einsparungen, da Sie nur in die SDS-Knoten investieren müssen, die Ihren Speicher virtualisieren.

Wenn Ihre Situation eine Speichererneuerung erfordert, können Sie eine Reihe x86-Server kaufen und diese mit SSD- und SAS-Laufwerken füllen und die Speichervirtualisierungssoftware hinzufügen. So erhalten Sie mit handelsüblichen Festplatten eine superschnelle SDS Appliance und müssen nicht in ein traditionelles SAN investieren.

Wenn Sie ein langsames Speichersystem auf Trab bringen möchten, können Sie einen x86-Server kaufen und ein paar SSDs hinzufügen. CPU und RAM erhöhen die Leistung und durch Auto-Tiering werden Ihre Daten zwischen den SSDs und Ihrem langsamen Speicher hin- und hergeschoben. So lassen sich Performance-Anforderungen auch ohne kostspielige All-Flash-Lösungen decken.

Verwaltung

Dank der Weiterentwicklung der Speicherlösungen können IT-Administratoren unter zahlreichen attraktiven Optionen wählen. Es gibt neue Namen wie SolidFire, Nimble und Tegile und alte Hasen wie EMC, HP, NetApp und IBM. Übrigens wurden die oben genannten drei Newcomer mittlerweile von den Großen übernommen.

So großartig die Elemente sind, die alle diese Speicherlösungen bieten, sie alle eint auch eine Herausforderung: Man kann sie nicht über eine einheitliche Bedienkonsole steuern. Man braucht für die Speicheradministration tatsächlich mehrere Managementkonsolen.

Auch dieses Problem lässt sich durch softwaredefinierte Speichersysteme lösen. Man nehme eine alte NetApp-Box und schließe den SDS-Knoten daran an. Fügen Sie einen Nimble Array und einen VNX hinzu, würzen die Mischung mit einem 3Par und geben das Ganze in einen SDS-Pool.

Jetzt können Sie alle vier Speicher-Arrays von einer einzigen Konsole aus verwalten. Sie können Snapshots oder vollständige Klone anlegen oder eine DR-Kopie Ihrer Daten erstellen. Sie können jede von Ihrem SDS-Knoten unterstützte Enterprise-Funktion ausführen, auch wenn die verwalteten Arrays keine Lizenz für diese Features haben. Problem gelöst.

Performance

Leistung softwaredefinierter Speicherlösungen

Viele IT-Administratoren setzen auf All-Flash Arrays (AFA), um mehr Performance zu erhalten. Das ist zwar machbar, allerdings nicht für jeden erschwinglich. Auch wenn Sie von Anfang an in AFA investieren, ist dies kein nachhaltiger Ansatz, den Unternehmen lange durchhalten.

SDS-Lösungen können die Performance von AFA sogar noch übertreffen, indem sie drei zentrale Elemente bieten:

  1. Parallel I/O mit Mehrkern-CPUs
  2. Read/Write-Datencaching mit RAM
  3. Auto-Tiering heißer/kalter Daten

Durch Parallel I/O können mehrere Kerne die I/O-Anfragen der Hosts dynamisch bearbeiten. Je mehr die Arbeitslast steigt, umso mehr Kerne werden in die Bearbeitung eingebunden. AFA-Lösungen bieten diese dynamische parallele I/O-Bearbeitung nicht.

Read/Write-Caching ist ein zentraler Vorteil traditioneller RAID-Controller und SAN-Controller, doch unterstützen diese nur sehr wenig Arbeitsspeicher für das Caching, in der Regel 4 bis 32 GB. Hingegen unterstützen SDS-Knoten bis zu 8 TB RAM speziell für Daten-Caching.

SDS Auto-Tiering bietet sowohl aus Leistungs- als auch aus Kostensicht enorme Vorteile. Studien haben gezeigt, dass Änderungen „heißer“ Daten täglich durchschnittlich weniger als 5 % Ihrer gesamten Nutzungskapazität ausmachen. Das bedeutet, dass Sie Flash gar nicht für alle Ihre Daten brauchen.

Die Alternative zu AFA sind Hybrid Arrays. Diese sind preiswerter und verfügen über Auto-Tiering, um heiße/kalte Daten über die Festplattenebenen hin- und herzuschieben. Sie können Auto-Tiering jedoch nur innerhalb desselben Speichergeräts verwenden, nicht für externe Arrays.

Hier zeichnet sich SDS besonders aus, da es Sie in die Lage versetzt, beim Kauf von Flash-Speicher intelligente Entscheidungen zu treffen. Die meisten SDS-Anwender investieren in 5 bis 10 % Flash-basierte Tier-Speicher1, die anderen rund 90 % sind eine Mischung aus SAS und SATA Arrays.

Verwandte softwaredefinierte Speicherkonzepte

Hyperkonvergierte Infrastruktur (HCI)

Dieses neue Konzept basiert auf SDS-Technologie. Dabei werden Speichervirtualisierung, Netzwerk und Hypervisor in einem Gerät zusammengefasst. Das Konzept erfreut sich bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen zunehmender Beliebtheit, da es preiswert und einfach zu skalieren ist, indem man bei Bedarf einfach weitere Geräte hinzufügt.

Hyperkonvergierte Speicherlösungen gibt es in unterschiedlichen Versionen. Wenn Sie wollen, können Sie nur SDS-Software verwenden und Hardware und Hypervisor separat kaufen. Damit haben Sie maximale Flexibilität und sind an keinen Anbieter gebunden. Die unbefristete Lizenz ist ein weiterer großer Vorteil, den diese Option bietet.

Die zweite Möglichkeit ist der Kauf einer HCI Appliance, die in einem Paket mit der SDS-Software, Hypervisor, Festplatten und Netzwerkdiensten gebündelt ist. Auf den ersten Blick erscheint sie schneller betriebsbereit, dafür verlieren Sie andere Vorteile, beispielsweise die Maximierung der Konfiguration der Serverhardware. (Bei Appliances ist die Hardwarekonfiguration in der Regel begrenzt.)

Idealerweise setzen Sie 24 Laufwerke in einem 2U x86-Server ein und maximieren Ihre Speicher-DIMMS auf bis zu 1,5 TB RAM-Kapazität. Wie viel PS Sie in Ihren HCI Server packen, bleibt Ihnen überlassen, wenn Sie sich für die Nur-Software-Option entscheiden.

Storage-Virtualisierung

Die Begriffe softwaredefinierter Speicher und Speichervirtualisierung werden in der Praxis häufig für ein und dasselbe Ding verwendet. Tatsächlich ist die Speichervirtualisierung nur ein Teil des gesamten SDS-Pakets.

Der Hauptvorteil der Speichervirtualisierung ist die Fähigkeit, alle physischen Festplatten in einem virtuellen Pool zusammenzufassen und virtuelle Disks mit Thin Provisioning zu erhalten. Die Daten jeder virtuellen Festplatte sind auf alle physischen Disk Arrays verteilt.

Skalierbarer Speicher

Eine der anfänglichen Einschränkungen von SDS-Lösungen war ihre Unfähigkeit, mehr als zwei Knoten abzudecken. Diese Einschränkung gilt heute nicht mehr. Je nach gewähltem Produkt sind bis zu 64 Knoten möglich. Die Technologie ist auf problemlose Skalierbarkeit bei wachsenden Datenanforderungen ausgerichtet. Sie können Ihre Speicherkapazität erweitern, indem Sie dem vorhandenen Cluster jeweils einen Knoten hinzufügen.

Sekundärspeicher

Es gibt viele Arten von Sekundärspeicher. Wenn es um SDS geht, sind dies jedoch hauptsächlich HDDs, SSDs und Flash. Per Definition bezieht sich Sekundärspeicher auf jedes nichtflüchtige interne oder externe Speichergerät. Arbeitsspeicher (RAM) gilt in der Regel als Primärspeicher.

Der Primärspeicher ist normalerweise schneller, und die CPU kann direkt darauf zugreifen. Für den Sekundärspeicher sind Kabel oder Ports erforderlich, damit die CPU darauf zugreifen und ihn als permanenten Speicher nutzen kann. Festplatten alleine sind nicht schnell genug, um ausreichend Leistung für die I/O-intensiven Arbeitslasten moderner Datenbanken und Hypervisoren zu liefern. SDS trägt zur Beschleunigung der I/O-Arbeitslasten und der an den Sekundärspeicher übertragenen Daten bei.

Erfahren Sie mehr über unsere SDS Lösung

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Organisation von softwaredefinierten Speicherlösungen profitieren kann, schlagen wir Ihnen einen Probelauf mit DataCore SANsymphony™ vor.

Wir machen das schon sehr lange – 20 Jahre, um genau zu sein. Wir gelten als Autorität auf dem Gebiet der SDS und haben die Plattform mit der höchsten Reife im Markt.